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Tuning Macmini 3,1 Server (late 2009)

by paulwilhelmhermsen

My Problem

Extrem langsames Raid 1 bei defekter Originalfestplatte.

So habe ich den Entschluss gefasst, den Server mit 2 1TB Hybridplatten von Seagate und um weitere 4 GB Ram, also von 2 x 2 auf 2 x 4, aufzurüsten.

My Fix

Zu Empfehlen sind hierzu die iFixit-Anleitungen zum Austausch der Festplatte, des Lüfters und der Speichersteine. Da der Miniserver kein DVD-Laufwerk hat, aber 2 Festplatten, schaut man nach Abheben der Verkleidung direkt auf die erste Festplatte. Benutzt wurden zur Reparatur 2 Thin Putty Knifes, ein Phillips #0 Schraubenzieher und ein wertvoller Spudger, mit dem sich vorsichtig Isolierbänder, Leitungsbänder und Festplattenwärmefühler lösen ließen. Der Festplattenwärmefühler der oberen Festplatte klebt an der Platte und behält auch später noch seine Klebefunktion, wenn man ihn vorsichtig mit dem Spudger abhebelt. Der Fühler der unteren Platte ist Teil des Festplattensteckboards, welches ebenfalls vorsichtig entfernt werden muss. Zum Lösen der Verschraubung der unteren Festplatte muss auch der Lüfter entfernt werden, um alle Festplattenschrauben zu erreichen. Bei allen Manipulationen bitte darauf achten, dass die Antennenkabel, vor allem beim Zusammenbau, nirgendwo gequetscht werden.

Bis auf den erfolgreichen Einbau der beiden 4GB Speicherelemente, hat alles sehr gut funktioniert. Jedoch weigert sich mein Miniserver zu booten, sobald beide 4GB Speichersteine eingebaut sind. Dieses Problem wird zur Zeit noch diskutiert. Bisher sieht es wohl so aus, dass auch die iFixit-Speicherelemente im konkreten Fall nicht kompatibel sind. Ein erneuter Versuch mit immer wieder empfohlenen RAMs von Crucial wird folgen. Ein in diesem Zusammenhang empfohlenes EFI-Update auf die Version 1.2 geht ins Leere, da die letzte EFI-Version des besagten Servers bereits höherwertiger als 1.2 ist und damit grundsätzlich wohl bereits 8 GB RAM ermöglicht.

Wir werden sehen!

Auf jeden Fall hat es mir Spaß gemacht, das Gerät mal komplett zu zerlegen. Außerdem konnte es so auch einmal mittels eines weichen Pinsels von allem Staub befreit werden. Die neuen Festplatten von WD haben eine Betriebstemperatur von 37 bis 46 °C, je nach Auslastung und arbeiten natürlich erheblich schneller. Die alten, m.E. minderwertigen, Originalplatten von Hitachi backten regelmäßig um die 60 °C, was wohl auch zum Abrauchen geführt haben dürfte.

Bei allen Manipulationen sind dünne Gummihandschuhe, wie sie in der Medizin üblich sind, sehr hilfreich, um elektrostatische Entladungen zu vermeiden, wodurch die Elektronikelemente Schaden nehmen können.

My Advice

Nur Mut!

Nicht gleich alles zur teueren Reparatur geben oder gar wegwerfen!